Hand, die einen internationalen Reisepass hält

Für Fragen zu Visaregularien und Aufenthaltstiteln sind die jeweiligen Behörden an Ihrem Aufenthaltsort zuständig. Wir geben Ihnen hier einen ersten Überblick.

Grundsätzliche Informationen zum Aufenthalt in Deutschland

Weitere Informationen

Weitere Informationen (auch auf Ukrainisch) erhalten Sie auf der Webseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Aus der Ukraine Geflüchtete, die nach dem 24. Februar 2022 nach Deutschland eingereist sind, können sich hier gemäß der am 08. April ausgeweiteten Ukraine-Aufenthalts-Übergangsverordnung – (UkraineAufenthÜV) bis zum 31. August 2022 aufhalten, ohne dass sie ein Visum benötigen oder sich anmelden müssen.

Um einen längeren Aufenthalt sicherzustellen, sollten Sie sich während dieser Zeit registrieren lassen. Denn prinzipiell haben ukrainische Staatsangehörige und ihre Familienangehörige sowie ausgewählte Personengruppen (z.B. Staatenlose oder Staatsangehörige aus Drittstaaten mit Schutzstatus, sowie Angehörige aus nicht sicheren Herkunftsländer), die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten, die Möglichkeit, einen Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthaltsG (Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz: § 24 AufenthG – Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)) zu erhalten.

Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde / Leistungsbezug

Sie können sich in allen deutschen Städten registrieren lassen. Gehen Sie dafür am besten zur Ausländerbehörde, Sie können aber auch zur Polizei oder der Bundespolizei gehen. Ersthelfende, die an Bahnhöfen und Flughäfen stehen, können Ihnen auch weiterhelfen.

Alle Personen, die vom Anwendungsbereich des § 24 AufenthG erfasst sind, erhalten aktuell noch Leistungen zur Bestreitung des Lebensunterhalts und medizinische Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Ab dem 1. Juni sollen Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland Grundsicherung nach Sozialgesetzbuch (SGB II) beziehen können. Das beinhaltet höhere Bezüge und verbesserte Leistungen etwa bei der gesundheitlichen Versorgung.

Zum Erhalt der Leistungen bedarf es der oben erwähnten Registrierung. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie einen “Ankunftsnachweis”. Damit können Sie zum Sozialamt in Ihrer Stadt gehen, wo Sie die Leistungen erhalten, die Ihnen zustehen. Das sind Geld- und Sachleistungen. Sie können nach der Registrierung z.B. auch in Deutschland arbeiten oder zum Arzt gehen.

Längerfristige Aufenthaltstitel

Um sich längerfristig in Deutschland aufzuhalten, ist der Erhalt eines Aufenthaltstitels notwendig. Ein “Aufenthaltstitel” bestimmt den Aufenthalt von Ausländern in Deutschland. Die Beantragung eines längeren Aufenthaltstitels erfolgt bei der zuständigen Ausländerbehörde an Ihrem Aufenthaltsort.

Bitte beachten Sie, dass aus der Ukraine Geflüchtete bei der Beantragung eines Aufenthaltstitels verschiedene Möglichkeiten haben. Diese unterscheiden sich unter anderem darin, aus welchem Herkunftsstaat Sie kommen, welchen Tätigkeiten Sie mit diesen Aufenthaltstiteln nachgehen können und welche Sozialleistungen Sie gegebenenfalls in Anspruch nehmen können.

Einen ersten Überblick erhalten Sie auf der Webseite germany4ukraine.de. Für umfassendere Informationen empfehlen wir Ihnen wiederum die Webseite des BMI.